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RKI meldet doppelt so hohe Inzidenzzahlen für den Landkreis Günzburg

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet heute für den Landkreis Günzburg eine Inzidenz von 68. Der Landkreis Günzburg liegt nach eigenen Berechnungen jedoch genau bei der Hälfte der vom RKI angegebenen Zahl, nämlich bei 34 auf 100.000 Einwohner. Auch die Anzahl der Todesfälle wird vom RKI als doppelt so hoch angegeben.

Der Landkreis Günzburg geht daher vorsichtig davon aus, dass der Datensatz vom RKI doppelt eingegeben oder zuvor vom LGL doppelt übermittelt wurde. Es läuft bereits eine entsprechende Anfrage beim LGL, wohin die Daten täglich vom Landkreis übermittelt werden. Das LGL wiederum übermittelt die Daten ans RKI. Auch andere Landkreise in Bayern hatten heute morgen eine Verdopplung ihrer Inzidenzzahlen festgestellt.

Erst kürzlich hatte das RKI einen wesentlich zu niedrigen Wert für den Landkreis Günzburg angegeben. Dies wurde mit einem Übermittlungsfehler zwischen LGL und RKI begründet. Zum Hintergrund: Das LGL prüft die von den Landratsämtern gemeldeten Zahlen standardmäßig auf Unregelmäßigkeiten und stellt dann die korrekte Inzidenzzahl online. Zugleich leitet es die von den Landratsämtern übermittelten Zahlen sofort an das RKI weiter, die dort veröffentlicht werden. Da das LGL übermittelte Zahlen erst einmal prüft, veröffentlicht es zwar auch die Inzidenzzahlen – die aber entsprechend später als das RKI. Dafür sind die Zahlen des LGL bei Veröffentlichung bereits auf etwaige Fehler geprüft.

Warum sind die Zahlen des RKI wichtig? Es sind die Zahlen, die als Referenz herangezogen werden, wenn über „Inzidenzzahlen“ gesprochen wird. Regelungen und Maßnahmen sind einheitlich an die Zahlen des RKI gebunden.

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